Büros als wohnliche und innovative Arbeitsräume

Corona Feederle führt ihr Unternehmen in der vierten Generation

Das Wohlbefinden der Mitarbeiter ist ein zentraler Erfolgsfaktor für Ihr Unternehmen. Mit ansprechenden Büros signalisieren Sie Ihren Mitarbeitern direkte Wertschätzung . Zudem sind wohnliche Arbeitsräume auch ein wichtiges Element Ihres Employer Brandings.

Die Neuerfindung des Büros

Es kommt nicht oft vor, dass die Büros eines Unternehmens gleichzeitig auch als Ausstellungsräume für Kunden fungieren. Außer natürlich, das Unternehmen hat sich auf Möbel, Büroaccessoires und Trennwände spezialisiert, wie im Fall von feco-feederle. „Sobald der Kunde die Ausstellung betritt, bekommt er einen vielfältigen und praxisnahen Einblick in das, was unsere Dienstleistung ausmacht“, erklärt Corona Feederle, während sie an den unterschiedlich gestalteten Büros und Workspaces in der lichtdurchfluteten Eingangshalle vorbeigeht. Und in der Tat: In einigen Büros herrscht reges Treiben, Kundengespräche, Telefonate. Und kein Büro gleicht dem anderen.

Das "IdeenReich" bei feco-feederle

Das „IdeenReich“ bei feco-feederle

„In den vergangenen Jahren sind Büros sehr viel wohnlicher geworden“, erklärt Corona Feederle, die gemeinsam mit ihrem Bruder Klaus-Michael Feederle das Familienunternehmen führt. „Früher ging es darum, in Büroräumen möglichst viele Mitarbeiter und Schreibtische unterzubringen. Durch die große Mobilität und Vernetzung ist für viele Arbeitnehmer das Büro heute aber zu einem Coworking-Space geworden.“ Mit wandelnden Ansprüchen kommen auch die Herausforderungen, Büros neu zu erfinden und an die Bedürfnisse der Unternehmen anzupassen.

Konzentration oder angeregter Austausch – was soll es heute sein?

Feederle hat sich in den letzten Jahren darauf spezialisiert, eben diese Bedürfnisse zu ermitteln und die Büros passgenau zu gestalten. Dabei werden Räume für Teams und Meetings, zur Konzentration, Inspiration oder für informelle Kommunikation geschaffen. Sie grenzen sich optisch teilweise stark voneinander ab. Corona Feederle geht zu einem der Stehtische im Foyer. „Das ist ein klassischer Ort, an dem beim Kaffee oder Snack ganz alltägliche Gespräche zwischen den Mitarbeitern stattfinden.“ Mit Blick auf einen durch gläserne Trennwände abgegrenzten, modisch eingerichteten Büroraum fährt sie fort: „Dieser Raum hingegen ist für Mitarbeiter, die einfach Ruhe und etwas Inspiration brauchen, um sich auf ihre Arbeit konzentrieren zu können.“

Nur ein paar Meter weiter steht eine mit Stoff bezogene, halb geschlossene Sitzecke. Obwohl sie inmitten der Ausstellungshalle steht, ist im inneren des Bereichs nur noch wenig vom geschäftigen Treiben außerhalb zu vernehmen. „Unsere Mitarbeiter nutzen hier jedes unserer Produkte und Büros. Für einen schnellen Kundentermin, für die Besprechung von Plänen und Skizzen – sie können sich aussuchen, was gerade am besten ist“, erzählt die Unternehmerin, während eine Mitarbeiterin frischen Kaffee an den in die Sitzecke integrierten Tisch bringt.

Aufträge für Schulen bis hin zu Global Playern

Corona Feederle setzt sich, nimmt einen Schluck aus der Tasse. Sie hat kurzes, lockiges Haar und trägt eine schicke Designerbrille. Ihre Sätze sind wohlüberlegt, ihre Stimme angenehm. „Jedes neue Projekt ist eine neue Herausforderung für uns“, erzählt sie. „Manche Unternehmen legen es uns in die Hand, ein komplettes Gebäude von Grund auf neu einzurichten. Das ist besonders spannend. Für uns gilt es dann herauszufinden, was die Mitarbeiter des Unternehmens brauchen und wie unsere Einrichtung auch der Kommunikation und dem Workflow des Unternehmens dienen kann.“ In den letzten Jahren stattete feco-feederle Schulen, Universitäten und öffentliche Gebäude aus, zeigte sich aber auch für große Kunden wie Microsoft in München oder die Europäischen Zentralbank in Frankfurt verantwortlich.

„Für die EZB haben wir die Trennwände für die Büros entwickelt und geliefert. Die Fassade des Gebäudes ist gegenläufig gedreht. Kaum ein Trennwand-Fassadenanschluss glich dem anderen. Das Projekt hat fast zwei Jahre in Anspruch genommen und gehörte definitiv mit zu unseren größten Herausforderungen.“ Während Corona Feederle vor allem die Büroplanungen und den Möbelhandel des Unternehmens leitet, kümmert sich ihr Bruder hauptsächlich um die Entwicklung, den Vertrieb und die Herstellung der gefragten Trennwände. Dass die Firma bereits in der vierten Generation in Familienbesitz ist, ist keine Selbstverständlichkeit.

Möbelhaus Paul Feederle

Möbelfabrik Paul Feederle

Mutige Unternehmer trotzen den Hürden ihrer Zeit

Am Eingang der Ausstellungshalle ist die über 120 Jahre alte Unternehmensgeschichte übersichtlich in orangefarbenen Kacheln dargestellt. Bereits 1893 gründet Paul Feederle das Unternehmen, verlagerte den Standort in die Karlsruher Innenstadt und fokussiert sich auf die Produktion von elementierten Möbeln. Zu Kriegsbeginn im Jahre 1939 übernimmt Sohn Alfons das Unternehmen. Fünf Jahre später, am 25. April 1944, folgt der große Rückschlag: Bei einem Fliegerangriff werden alle Gebäude, alle Maschinen und alle Rohstoffe bis auf den letzten Rest zerstört.

„Mein Großvater war ein sensibler Mensch“, weiß Corona Feederle. „Er sorgte sich um die Existenz seiner Familie und erwog, eine Festanstellung anzunehmen. Es war meine Großmutter Pauline, die ihn ermutigte, das Geschäft wieder aufzubauen.“ Das Unternehmen kann sich wieder etablieren und geht ab 1970 – dem Jahr der Übergabe an die dritte Generation – mit System-Trennwänden auch neue Wege, um sich dem Markt anzupassen und gegen die aufkommenden Möbelhäuser bestehen zu können.

Zwei unterschiedliche Führungspersönlichkeiten teilen sich die Leitung

Corona Feederle lehnt sich zurück, hält einen Moment inne. „Unsere Eltern haben uns den Freiraum gegeben, selbst zu entscheiden, ob wir das Unternehmen weiterführen. Damals, bei meinem Großvater Alfons, war das einfach eine Selbstverständlichkeit.“ Die studierte Architektin fand jedoch schnell heraus, dass sie die Arbeit der Familie fortführen wollte. Nur wenige Jahre später schloss sich ihr auch ihr jüngerer Bruder an. Ob die Unternehmensführung als Geschwister einfach von der Hand geht? Corona Feederle lacht kurz auf. „Wir sind natürlich auch unterschiedliche Typen“, gibt sie zu. „Was unsere Grundwerte anbelangt, sind wir uns aber sehr ähnlich. Und wir ergänzen uns ziemlich gut. Ich bin initiativ, kreativ und schnell begeisterungsfähig – mein Bruder ist eher der gewissenhafte, präzise Typ, der alles gründlich hinterfragt. Die Stärken aus diesen Seiten verbinden sich bei uns perfekt.“

Corona Kaun-Feederle

Corona Feederle

Ob sich auch eine fünfte Generation in die Unternehmensgeschichte einreihen wird, kann Corona Feederle noch nicht sagen. „Meine Kinder sind jetzt im Teenager-Alter. Das wird in den nächsten Jahren ein Thema werden, aber jetzt noch nicht.“ Eine saubere Übergabe des Unternehmens an die Nachkommen braucht Geduld und kluge Entscheidungen. Für Corona Feederle gibt es hier kein Patentrezept, jeder Unternehmer muss einen eigenen Weg finden. „Wichtig ist es vor allem, sich frühzeitig über die Nachfolge Gedanken zu machen und sich auf den Prozess einzulassen. Unsere Eltern haben uns nicht auf einen Schlag die Firma vermacht, sondern uns über 24 Jahre hinweg immer mehr Anteile übertragen. So konnten wir Stück für Stück in unsere Verantwortung und neuen Rolle hineinwachsen.“

Für sie ein Zeichen von echter Größe: „Unsere Eltern haben uns früh involviert und konnten am Ende auch loslassen. Denn das Risiko bleibt, dass die Nachfolger Dinge anders machen können und werden. Dieses Vertrauen muss man aufbringen.“ Einen Punkt jedoch kann man nicht kontrollieren: Ob die nächste Generation Lust auf die Führungsrolle und das Unternehmen hat, steht in den Sternen. Da helfen auch keine noch so guten Vorbereitungen.

Der eigene Workspace wird begeistert angenommen

Corona Feederle ist für ihren Teil mit der Entwicklung und dem Ansehen von feco-feederle zufrieden. „Wenn wir unsere Kunden dabei unterstützen können, dass sie mit ihren Büroräumen die Ziele ihres Unternehmens erreichen, dann ist unsere Arbeit erfolgreich“, meint sie abschließend. Gleich hat sie noch einen Kundentermin, doch davor zieht sich Corona Feederle noch einmal kurz in das sogenannte „IdeenReich“ zurück: ein eigens kreierter Workspace, der die Angestellten inspirieren und zur Ruhe kommen lassen soll. Ein Ort, der von vielen Mitarbeitern regelmäßig aufgesucht wird. Was könnte ein größeres Qualitätsmerkmal sein, als wenn ein Unternehmen die eigenen Produkte derart wertschätzt und begeistert nutzt?


Autor: Micha Kunze

Micha Kunze hat Angewandte Medien studiert und absolviert sein Volontariat bei Rainer Wälde media. Nebenberuflich arbeitet er als Redakteur und ist im Vorstand des Filmvereins
just be creative e. V. tätig.



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