Kreativität fördern: 7 Tipps für erfolgreiche Unternehmer

Die beste Anregung zum Kreativität fördern, stammt von dem kolumbianischen Schriftsteller Gabriel Garcia Marquez: „Mühen Sie sich nicht zu sehr ab. Die besten Dinge passieren völlig unerwartet.“ In diesem Beitrag stelle ich Ihnen sieben kreative Übungen vor, um als Selbständiger oder Unternehmer neue Ideen zu entwickeln.

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1. Schärfen Sie Ihre Sinne

Im Januar 2018 habe ich mir ein Trainingstool für meine Kreativität gekauft: Eine neue Kamera. Zugegeben, die Fotografie begleitet mich bereits seit meinem sechsten Lebensjahr. Doch mit der neuen Sony habe ich ein Gerät, das alle meine Sinne als 57jähriger Unternehmer trainiert.

Wenn ich im Morgenlicht durch den Gutshof laufe, um im ersten Sonnenlicht zu fotografieren, fühle ich mich wie der neugierige Junge von einst, der zum ersten Mal mit seiner Agfa Box die Umgebung erkundet.

Zudem beschäftige ich mich wieder verstärkt mit den Arbeiten von berühmten Fotografen, studiere historische Schwarzweiß-Portraits von August Sander, lese Bücher über Annie Leibowitz und analysiere die Lichtführung von Vincent Peters.

2. Beenden Sie Ihre Perfektion

„Übung macht den Meister“, sagt der Ausbilder zu seinem Schüler. Doch was meint er konkret damit? Nach meiner Beobachtung verwechseln viele das Wort „Meisterschaft“ mit „Perfektion“. Um im Bild der Fotografie zu bleiben: Sie sehnen sich nach dem perfekten Bild, dem perfekten Licht, dem perfekten Gesicht.

Doch offen gestanden beunruhigt mich dieser Drang – auch bei meinen Kunden. Perfektion kann manches Mal ziemlich langweilig und ermüdend sein. Perfekte Menschen wirken mitunter künstlich, nach meiner Beobachtung sorgt Perfektion häufig auch für Distanz.

Im kreativen Bereich hat Meisterschaft ganz stark mit dem Unperfekten zu tun: Einem Meister gelingt es, aus dem Vorhandenen etwas Einzigartiges zu schaffen. Er nutzt das Momentum und kann auch mit einer banalen Handy-Linse sein meisterhaftes Foto aufnehmen.

3. Improvisieren wie im Jazz

Vor einer Woche war ich zum 60. Geburtstag eines Freundes im Taunus eingeladen. Er hatte David Tröscher gebeten, eine Gruppe mit Jazzmusikern zusammen zu stellen. Wow, was für ein Genuss! Die Musiker haben den ganzen Abend über wunderbar improvisiert.

Zwischendurch habe ich einfach die Augen geschlossen und die kreative Energie genossen. Für mich war dies eine Lehrstunde in kreativer Unternehmensführung: Auch wenn ich gerne plane und es liebe, gut vorbereitet zu sein, gibt es in meinem Alltag häufig überraschende Situationen.

Dann beginnt für mich der Jazz: Jetzt ist spontane Improvisation gefragt – auch bei uns im Gutshof. Wie gut, wenn ich mich dann auf die anderen Bandmitglieder, auf unser Team verlassen kann. Dann probieren wir gemeinsam etwas Neues aus und sind überrascht, wie gut es gelingt.

4. Kreativität fördern: Bleiben Sie neugierig

Als Kind habe ich immer wieder den Satz gehört: „Sei nicht so neugierig!“ Heute weiß ich, dass Neugierde ein wichtiges Element meiner Kreativität ist. Ich bin neugierig auf das Leben und auf Menschen. Deshalb fühle ich mich auch in meinem Beruf als Berater so pudelwohl.

Bei meinen 360 Grad Interviews kann ich meine Neugierde so richtig ausleben und durch meine Fragen die besten Geschichten heraus kitzeln, die sich für Blogbeiträge eignen.

Ich liebe es, ums Eck zu schauen und neue Pfade zu erkunden – auch das ist ein kreativer Schatz der Neugier. Mein Tipp: Hören Sie nie auf, neugierig zu sein. Probieren Sie neue Dinge aus, erkunden Sie das Unbekannte.

5. Verurteilen Sie Ihre Ideen nicht

Kennen Sie auch Jonny Controlletti? Udo Lindenberg hat ihm bereits vor Jahren einen Song gewidmet. Für mich ist Mr. Controlletti ein passendes Bild für die innere Stimme, die bei aller Kreativität die Kontrolle übernehmen will. Sehr schnell werden gute Ideen abgewürgt und bereits im Keim erstickt.

Geben Sie Ihrer Kreativität freien Raum: Gedanklich ist erstmal alles erlaubt. Spüren Sie Ihrer Fantasie nach, lassen Sie die Gedanken frei fließen, gönnen Sie ihnen Zeit und Raum.

6. Brechen Sie Regeln

Jede Gesellschaft braucht Spielregeln, die das Miteinander erleichtern. Selbst ein Querdenken wie Picasso hat zugegeben, dass man Regeln kennen müsse, um sie dann brechen zu können.

In der Kunst und damit auch der Fotografie gibt es kein „man sollte“. Die besten Bilder entstehen häufig dann, wenn gängige Regeln gebrochen werden. Ich lade Sie ein: Halten Sie sich beim kreativen Freiflug nicht an irgendwelche Vorgaben. Versuchen Sie stattdessen auf die Stimme Ihres Herzens zu hören: Was wollen Sie ausdrücken? Wie kann ich etwas anders sehen?

7. Entwickeln Sie Mut

Der größte Killer für Ihre unternehmerische Kreativität ist Angst. Alles was in der Zukunft liegt, ist ungewiss und nur begrenzt planbar. Auf diesem Hintergrund bringt alles Neue immer auch ein Risiko mit sich. Doch wenn Sie dieses Wagnis nicht eingehen, bleiben Sie als Selbständiger stehen. Auf der Stelle zu verharren bedeutet gleichzeitig Stagnation.

Um Ihre Kreativität zu fördern, ermutige ich Sie heute: Lassen Sie sich nicht von Ihrer Angst vor dem unbekannten Terrain lähmen. Verlassen Sie Ihre Komfortzone und gehen Sie neue kreative Wege. Im Gehen entstehen neue Gedanken.

Das ist wie beim Fotografieren: Sobald ich mit meiner neuen Kamera die Wohnung verlasse, entwickeln sich neue Bildideen. Ich verändere meinen Standort, korrigiere den Ausschnitt und entdecke neue Motive.




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