Was Sie als Chef von den jungen Millennials lernen können

Die „Millennials“ sind zwischen 1980 und 2000 geboren und Ihre wichtigste Zielgruppe, wenn Sie als Selbständiger oder Unternehmer neue Mitarbeiter oder Kunden suchen. Jonathan Sierck ist einer von ihnen – er hat vor wenigen Tagen sein neuestes Buch veröffentlicht: „Junge Überflieger“.

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Jonathan Sierck © Nils Schwarz

Zugegeben, Jonathan ist mir sofort aufgefallen

Im März haben wir uns im Marketingbeirat von Professor Dr. Jörg Knoblauch kennengelernt: Sein wacher Blick, die positive Ausstrahlung und das coole Styling haben mich neugierig gemacht. In der Pause ging ich direkt auf ihn zu und wollte wissen, was ihn antreibt?

Vom ersten Moment an war mir klar: Der junge Mann hat klare Ziele! 1993 in Südafrika geboren, der Vater Pastor, stand als 18jähriger bereits selbst auf der Bühne und hält heute Vorträge und Seminare und zählt Autokonzerne und Banken zu seinen Kunden.

Jung, erfolgreich und Digital Native

Schnell wird mir klar: Von Jonathan kann ich als „alter Hase“ noch genügend lernen und das fasziniert mich als 56jähriger Unternehmer besonders. Im letzten halben Jahr haben wir beide regelmäßig telefoniert und uns über unser Business ausgetauscht.

Jonathan Sierck  lebt und pflegt seine eigene Pesonenmarke. Als „Digital Native“, der mit dem Internet groß geworden ist, geht er spielerisch leicht mit dem Medium um. Bereits als „Jungspund“ hat er sich souverän als Mindset & Selbstoptimierung-Experte positioniert, veröffentlicht auf allen Kanälen analog und digital.

Natürlich muss ich grinsen, wenn ich sehe, wie selbstverständlich sich Jonathan im dunklen Anzug  auf seiner Internetseite präsentiert. Mir gefällt das Augenzwinkern, mit dem er Image und Status interpretiert. Das wirkt für mich nicht aufgesetzt, sondern lässig.

Das Streben nach dem Guten

Jonathan Sierck hat sich in den letzten Monaten intensiv mit seiner Generation beschäftigt und etliche Millennials für sein Buch „Junge Überflieger“ interviewt. Zwei Merkmale zeichnen nach seiner Ansicht  diese Gruppe aus: Wachstum und Entwicklung – „Zu merken, dass sich durch den eigenen Einsatz etwas tut und man besser wird, ist ein erfüllendes Gefühl.“

Als weiteres Kennzeichnen nennt er das „Streben nach dem Guten: Je mehr Wert wir für andere Menschen schaffen, umso mehr Erfolg haben wir in jeglicher Hinsicht. Es gibt dem Leben Sinn und Bedeutung, wenn unser tägliches Tun nicht auf uns selbst reduziert ist.“

Aus meiner Praxis als Unternehmensberater kann ich dieser These von Jonathan Sierck voll zustimmen: Wenn ein Mittelständler offen über die „gesellschaftlichen Mehrwerte“ kommuniziert, können sich die potentiellen Kunden und Mitarbeiter viel stärker mit dem Unternehmen identifizieren.

Schlüsselfrage von Millennials: Kann ich mich entwickeln?

Bei vielen Millennials ist häufig nicht das Gehalt des potentiellen Arbeitgebers entscheidend, sondern die „Social Responsibility“ und das öffentliche Image in Bewertungsportalen

Philipp von der Wippel bringt es gut auf den Punkt: „Wenn dein Ziel größer ist als du selbst, erreichst du deutlich mehr Leute und kannst ein Ausmaß an Erfolg erzielen, das du kaum für möglich gehalten hast.“ Bereits als 16jähriger hat er Geld für einen Kindergarten in Ruanda gesammelt.

Als 20jähriger hat Philipp von der Wippel ein Projektteam mit 100 Leuten versammelt: ProjectTogether nennt sich die Initiative: „Wir glauben, dass Du die Welt verändern kannst!“ Mich begeistert diese aktive Grundeinstellung der Millennials, sich selbst als Akteure zu verstehen: „Du bist der Held Deiner Geschichte“.

Ich will mich ausprobieren

Gleichzeitig möchte ich noch einen weiteren Aspekt ansprechen, der mich als Unternehmer an den Millennials fasziniert: „Ausprobieren, immer weitermachen und anpassen.“ Dieser Ausspruch stammt von Jannike Stör, die innerhalb eines Jahres in 30 verschiedenen Berufen gearbeitet hat.

Warum in aller Welt denn das? Antwort: „Um die wahre Berufung zu finden und zu erkennen, was mir am meisten Freude bereitet!“ Ich bewundere diesen Mut von Jannike Stöhr, die von Hebamme bis Pathologin, Tischlerin und Winzerin eine Vielzahl von Optionen ausprobiert hat.

Natürlich hat sie wie viele Millennials darüber auch einen Blog geschrieben und ein Buch verfasst: https://30-jobs-in-einem-jahr.de

Bewußter leben und Pausen genießen

Was verbindet die „Jungen Überflieger“ wie Jannike Stöhr, Jonathan Sierck und Philipp von der Wippel? Aus meiner Sicht ist es die tiefe Überzeugung, wirklich die Welt verändern zu können. Deshalb ergreifen etliche die Initiative, träumen groß und stehen auch nach Niederlagen wieder auf.

Doch es kommt noch ein wichtiger Punkt hinzu: „Auf die eigene Intuition zu hören, lernen wir, indem wir bewusster werden und bewußter leben – indem wir auch mal innehalten und Ruhemomente finden.“ Dieser Satz stammt nicht von einem weisen Kirchenvater, sondern von Jannike.

Sie hat mit 20 Jahren schon begriffen, worauf andere erst mit 65 Jahren kommen. Ein weiterer Grund für mich von den Millennials zu lernen.




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