Präsentation halten: Wie Sie nachhaltig in Erinnerung bleiben

Voller Dynamik hat er gerade die Bühne erklommen, um seine Präsentation zu halten: Der Redner legt sich voll ins Zeug und will die 120 Unternehmer für sich und seine Produkte gewinnen. Als Zuhörer würde ich ihm gerne meine ganze Aufmerksam schenken, wären da nicht die fettigen Haare, seine schlampige Kleidung und dieser Geruch…?

Foto: shutterstock

Wenn äußere Störfaktoren den Inhalt überlagen

Dies ist eine wahre Geschichte, die mir vor wenigen Wochen bei einer Tagung in Kassel passiert ist. Ich sitze in der zweiten Reihe und kann kaum zuhören: Ein unangenehme Mischung von Schweiß und Testosteron liegt in der Luft. Das Thema der Präsentation ist an sich sehr spannend, die Folien professionell gestaltet. Wären da nicht diese äußeren Störfaktoren.

Der Redner schwitzt aus allen Poren, das Hemd ist zu eng, die Hose zu lang, dazu die Haare fettig. Kurzum: Auf den ersten Eindruck wirkt er wie ein ungepflegter Nerd, aber nicht wie ein ernst zu nehmender Geschäftsmann. Wenn ich Gastgeber dieser Tagung wäre, hätte ich ihn vermutlich nicht auf die Bühne gelassen.

So aber sitze ich als Teilnehmer, schließe die Augen und versuche mich ganz auf die Inhalte zu konzentrieren. Das gelingt mir nur mit großer Mühe, weil mich ständig dieser beißende Schweißgeruch ablenkt. Schade, denke ich, das Produkt dieses Unternehmers klingt interessant, aber irgendwie ist mir die Lust daran komplett vergangen.

Wie Sie als starke Personenmarke positiv in Erinnerung bleiben

Sie merken schon: Dieser Dienstleister bleibt mir nachhaltig in Erinnerung, doch leider negativ. Er konnte mich als potentiellen Kunden nicht für sein Angebot gewinnen. Selbst seinen Namen habe ich bereits wieder vergessen. Vielleicht hat ihn mein limbisches System auch so schnell wie möglich verdrängt.

Meine Empfehlung für alle Selbständigen und Unternehmer: Investieren Sie vor wichtigen Präsentationen nicht alle Energie in Ihre Folien. Ihre Performance auf der Bühne und Ihr Outfit sind mindestens genauso wichtig.

Achten Sie auf eine gepflegte Garderobe, die zu Ihrer Figur, Ihrer Branche und Ihrem Hautkolorit passt. Bei Männern muss es kein Anzug sein, auch eine Krawatte ist nicht Pflicht. Dennoch würde ich grundsätzlich dazu raten: Je formeller der Anlass, je seriöser das Produkt, desto formeller sollte auch die Businessgarderobe sein.

Der dunkelste Punkt sind Ihre Schuhe

Bei der Zusammenstellung sollten Sie Ihre Bekleidung so auswählen, dass Sie von oben nach unten dunkler werden: Der hellste Punkt für den Zuhörer sollten Gesicht und Hemd oder Bluse sein, der dunkelste Punkt in der Gesamtwirkung Ihre Schuhe.

Achten Sie darauf, dass es nicht zuviel Störer gibt. Die Grundregel bei Kombinationen lautet: Nicht mehr als drei Farben und zwei Muster. Das heißt konkret: Wenn schon ein kariertes Jacket, dann bitte ein einfarbiges Hemd, falls Sie dazu eine gemusterte Krawatte tragen wollen.

Als Dame sollten Sie vor dem Gang auf die Bühne daran denken, dass auch glänzende Schmuckelemente Ihr Publikum ablenken können. Hochglanzpolierte Gürtelschnallen, klappernde Armketten – als das sollte Ihrer Präsentation nicht die Show stehlen.

Präsentation halten: Wieviel Farbe auf der Bühne?

Gerade vor einem größeren Publikum spielt die Farbe eine zentrale Rolle. Hier sind die Ladies klar im Vorteil: Sie können mit leuchtenderen Farben, die zu Ihrer Haarfarbe und dem Hautkolorit passen sollen, für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgen. Das erleichtert vor allem in einer großen Halle mit hunderten von Zuhörern die Fokussierung auf den Redner.

Im kreativen Bereich ist dies auch bei Männern eine Option, doch für 98% der Businessauftritte rate ich allen Herren von einer „schrägen“ Farbwahl in der Garderobe ab. Setzen Sie stattdessen lieber auf Kontraste: Ein strahlend blaues Sakko, dazu ein weißes Hemd, eventuell eine rote Krawatte – mehr visuelle Reize sollten Sie nicht setzen.

Achten Sie stattdessen auf eine gute Passform und auf elegante und gepflegte Schuhe. Falls Ihre Haut eher blass ist, können Sie auch mit einem braunen Jacket auf der Bühne agieren. Ich selbst habe vor größeren Gruppen gute Erfahrungen mit leuchtenden Brauntönen gemacht, die bereits in Richtung Cognacfarben gehen.

Souverän auch vor großem Publikum

Nun kann dieser Artikel nicht eine persönliche Imageberatung ersetzen. Dafür gibt es Experten, die individuell Ihr Outfit für wichtige Präsentationen zusammenstellen. Warten Sie mit der Auswahl nicht bis auf den letzten Drücker, schließlich sollten Sie sich in dieser „zweiten Haut“ auch auf der Bühne wohl fühlen.

Falls Sie auch inhaltlich an Ihrer Präsentation arbeiten möchten: Im März biete ich für interessierte Leser meines Blogs ein zweitägiges Seminar in einer kleinen Gruppe an: Authentisch präsentieren.

Sie trainieren aktiv, wie Sie Geschäftspartner von Ihren Ideen überzeugen, als Mensch kompetent und sympathisch ankommen. Im interaktiven Seminar vermittele ich Ihnen, wie Sie eine überzeugende Präsentation souverän und fesselnd vortragen. Sie lernen, wie Sie richtig präsentieren und eine gelungene Inszenierung planen.
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