Rainer Wälde

ist Journalist, Berater und Filmemacher. In den letzten Jahren hat er mehr als 200 Reisereportagen und zahlreiche Dokumentarfilme gedreht, die international ausgezeichnet wurden.

Bis zum Abschluss seines Studiums arbeitete er zunächst in der Öffentlichen Verwaltung und wurde anschließend Rundfunkredakteur und Fernsehmoderator.

Er war unter anderem für NBC Super Channel, das niederländische Fernsehen EO, den MDR und RTL tätig.

Rainer Wälde war von 2004 bis 2015 Herausgeber des Referenzwerks “Der große Knigge” im Verlag Deutsche Wirtschaft. Er ist Mitbegründer und Vorsitzender des Deutschen Knigge-Rates.

Wie mit Fantasie und Beharrlichkeit Unternehmerträume wahr werden

Vom kindlichen Träumer zum erfolgreichen Medienmacher

Faszination Medien

„Die Menschen wollen die Welt mit deinen Künstleraugen sehen“, sagt ein Freund über Rainer Wälde. Doch dass aus Rainer Wälde einmal ein erfolgreicher Medienmacher und Medienkünstler werden könnte, hätte zu Beginn niemand für möglich gehalten. Als Kind wächst er in den 1960er-Jahren in einer Familie ohne Fernseher auf. Die Mutter hofft, dass der Sohn eine Bürgermeisterkarriere einschlägt.

„Doch die Faszination für Medien war tief in mir verankert“, sagt Rainer Wälde. Häufig sitzt er als kleiner Junge vorm Radio und träumt sich beim Radiohörspiel in fremde Welten. Sein Entschluss: „Eines Tages will ich selbst im Radio arbeiten, beim Hörspiel mitwirken und Menschen in fremde Welten entführen.“ Dieser Traum treibt ihn an.

Entschlossen klopft er als 14-Jähriger an die Türe des Schuldirektors und fragt ihn: „Warum hat unsere Schule eigentlich keine Schülerzeitung?“ Der Direktor, Respektsperson und gefürchteter Germanist, erkennt die Macherqualitäten des unerschrockenen Schülers und unterstützt ihn bei seinem Vorhaben, eine Schülerzeitung zu gründen und weitere Schüler für eine AG zu finden. Er stellt eine Lehrerin ab, die die Schülerzeitungs-AG betreuen soll.

Unternehmerisch denken und handeln

Schnell wird diese Lehrerin zu Rainer Wäldes persönlicher Mentorin. Sie coacht ihn redaktionell und macht ihm Mut, wenn es mal nicht glatt läuft, sodass der junge Mann zügig lernt und sich weiterentwickelt. „Wir haben uns um alles selbst gekümmert“, erzählt er. „Wir haben das Layout erstellt und den Druck koordiniert, Anzeigen akquiriert und die Schülerzeitung am Pausenstand selbst verkauft.“ Durch die Schülerzeitungs-AG lernt er bereits als Jugendlicher, unternehmerisch zu denken und kreative Ideen in die Tat umzusetzen.

Vom Antihelden zum Macher

In seiner neuen Rolle als Schülerzeitungs-Macher fühlt Rainer Wälde sich sichtlich wohl. Seine Mitschülerinnen und Mitschüler sehen den rothaarigen, eher unsportlichen Rainer plötzlich in einem ganz neuen Licht. Die Hänseleien hören auf und werden ersetzt durch respektvolle und anerkennende Blicke. „Meine Rolle als Schülerzeitungs-Redakteur hat mir eine ganz neue Identität geschenkt“, bestätigt er.

Ruhm, Geld und Applaus

Wie im Traum erlebt Rainer Wälde die Abiturfeier. Er wird für sein soziales Engagement geehrt, erhält eine Auszeichnung und lauten Applaus. Der einstige Antiheld wird gefeiert und steht jetzt in der Mitte der Gesellschaft.

Genau an seinem 18. Geburtstag erscheint sein erster Artikel in der badischen Zeitung. Als Lokalreporter lernt Rainer den Journalismus nicht als schöne Kunst, sondern als Brot- und Buttergeschäft kennen. Die Arbeiten für die Tageszeitungen behält Rainer auch während des Studiums bei. Eingeschrieben ist er für Jura und Betriebswirtschaft. Doch wirklich glücklich ist er nicht.

Ein Professor spricht ihn an: „Wälde, ich habe Sie in der Vorlesung beobachtet. Sie sind ein Träumer, Sie passen nicht hierher.“ Aber Rainer beißt sich durchs Staatsexamen. Statt – wie eigentlich geplant – Pressesprecher in der Politik zu werden, erinnert er sich an seinen kindlichen Traum, Hörspiele zu sprechen, und beginnt ein Volontariat beim Radio. „Damals haben die ganz normalen Redakteure die Hörspiele gemacht“, sagt er. Sein Ziel scheint zum Greifen nah und ist doch so fern.

Härtetest

Im Vergleich zum Printjournalismus ist der Radiojournalismus eine komplett andere Disziplin. Die ersten Sendemanuskripte sind übersät mit roten Korrekturen und Kommentaren des Chefredakteurs. Außerdem steht Rainer sein starker schwäbischer Dialekt im Weg. Dieser sei für die Hörer nicht zumutbar, sagt man ihm und verdonnert ihn dazu, bei einem Schweizer Schauspieler Deutsch zu lernen. „Das war für mich ein Schlag ins Gesicht“, sagt er. „Nach meinem Höhenflug bei der Zeitung war ich wieder der kleine Junge mit den roten Haaren.“

Wieder beißt Rainer sich durch. Nach monatelangem harten Sprachtraining kommt endlich der Tag, an dem er Hörspiele sprechen darf: Er steht im Aufnahmestudio, imitiert Tierstimmen und entführt die Zuhörer in fremde Welten. Die harte Arbeit hat sich gelohnt, denn für ihn geht ein weiterer Traum in Erfüllung.

In der Filmfabrik

Nach Zeitung, Rundfunk und Hörspiel fehlt ihm nur noch die Filmkompetenz. Als das Privatfernsehen populär wird, sattelt Rainer Wälde um und produziert und moderiert Talkshows und Magazinsendungen fürs Fernsehen und geht europaweit auf Sendung. 10 Jahre lang ist er Redaktionsleiter bei einer Produktionsfirma, die Filme für Sat 1, das holländische Fernsehen und die evangelische Kirche produziert.

Private Höhen und Tiefen

Während der beruflichen Höhen und Tiefen hält auch das Privatleben Rückschläge für ihn bereit. Seine erste Frau stirbt und Rainer Wälde erlebt den Härtetest, mitten im Leben allein zu stehen. Nach dem zu frühen Tod seiner Mutter nimmt er sich die Zeit, auch diese Trauer zu verarbeiten und in Liebe loszulassen.

Bereit für einen neuen Lebensabschnitt findet er ein zweites Mal sein Liebesglück und die Frau fürs Leben. Ilona Dörr-Wälde wird nicht nur seine Lebensbegleiterin und Seelengefährtin, sondern auch gleichberechtigte Geschäftspartnerin an seiner Seite. 2001 heiraten beide und gründen die TYP Akademie, bauen sie zum Franchiseunternehmen aus und werden damit Marktführer im deutschsprachigen Raum.

Auszeit

„Sabbatjahre sind für mich ein wichtiges Thema“, sagt Rainer Wälde. „Ich versuche, mir alle 7 Jahre eine längere Auszeit zu nehmen.“ Er bricht aus der Alltagsroutine aus und stellt sich ehrlich die Frage: „Will ich das, was ich die letzten 7 Jahre gemacht habe, die nächsten 7 Jahre machen?“ Bei seinem vorletzten Sabbatical ist er einmal mit dem Schiff um die Welt gereist. „Dabei habe ich den Journalismus für mich neu entdeckt und Reisereportagen gedreht“, sagt er. In 7 Jahren staubt er 5 Medienpreise ab. Selbst in den USA erhält er für den Film „Im Segen der irischen Mönche“ die Auszeichnung „Bester internationaler Dokumentarfilm des Jahres“.

Knigge-Trauma

„Knigge“, schmunzelt Rainer Wälde und erinnert sich an sein erstes Jahr als Volontär: „Knigge war für mich traumatisch“. Als junger TV-Volontär lädt der TV-Direktor ihn privat nach Hause ein und Rainer ist schweißgebadet. Auf dem Tisch steht zu viel Glas, zu viel Porzellan und zu viel Besteck, mit dem er nicht umzugehen weiß. „Ich hatte Schweißflecken unterm Jackett. Die ganze Situation war so peinlich und ich hab mich so unwohl gefühlt.“ Damals beschließt er, dass er sich nie wieder so unsicher fühlen möchte.

Er macht seine Schwäche zu seiner Stärke, besucht selbst ein Knigge-Seminar, arbeitet sich in das Themengebiet ein, veröffentlicht Bücher und beschließt, sein Knigge-Wissen fortan in Seminaren weiterzugeben. Er ist der erste Mann in Deutschland, der Knigge-Trainer ausbildet. Das macht er 28 Jahre lang mit großem Erfolg, bis er spürt, dass es wieder einmal an der Zeit ist, sich weiterzuentwickeln und etwas Neues anzufangen.

Meisterjahre

Das letzte Lebensdrittel sind die Meisterjahre des Menschen. „Wofür will ich meine Meisterjahre verwenden?“, fragt sich Rainer Wälde. Das erste Lebensdrittel hat er davon geträumt und dafür gearbeitet, Medienprofi zu werden. In seiner Lebensmitte hat er seine Medienkompetenz vertieft und sie genutzt, um seine eigenen Träume wahr werden zu lassen. In ihm reift die Erkenntnis: „In meinen Meisterjahren möchte ich meine Medienkompetenz nutzen, um die Träume anderer Unternehmer in die Tat umzusetzen.“

Lebenssinn: Unternehmerträume

Die Idee steht. „Ich berate Unternehmer auf Augenhöhe“, erklärt Rainer Wälde seinen neuen Coup. „Meine Medienkompetenz hat mir dabei geholfen, die TYP Akademie auszubauen und als Knigge-Trainer und -Speaker an die Spitze zu kommen und meine Träume wahr werden zu lassen. Und was mir zum Erfolg verholfen hat, kann auch anderen Unternehmern dabei helfen, die Nummer 1 in ihrem Markt zu werden“.

Ob Print, Rundfunk, TV, Hörspiel, Podcast, Social Media oder Reportagen – die Medienkompetenz von Rainer Wälde ist beeindruckend. Er kann alles zu einem Medienpaket kombinieren, damit Unternehmer Reichweite gewinnen und zum Kundenmagnet werden.

 

Unternehmer-Coaching: Das Konzept

Rainer Wälde erklärt sein einzigartiges Konzept: „Der Unternehmer hat wenig Zeit. Genau deshalb habe ich einen Workshop entwickelt, bei dem er lediglich 4 Stunden investiert. Ich interviewe ihn. Auf Basis meiner Interviewergebnisse erstelle ich die Überschriften für Blogbeiträge für die kommenden 12 Monate. Anschließend suche ich für den Unternehmer einen Ghostwriter, der diese Blogbeiträge für ihn schreibt.“ Durch interessante Themen wird er in der virtuellen Welt wahrgenommen, stärkt sein Profil, findet Gehör und baut seine Reichweite aus.

Doch das ist längst noch nicht alles. Rainer Wälde versteht sich als Problemlöser, der dem Kunden alle Sorgen abnimmt. Um sich herum hat er ein Team formiert, das sämtliche Dienstleistungen abdeckt: Internetauftritt, Ghostwriting, Storytelling, Imagefilme, Erklärvideos. All die Medienkompetenz, die Rainer Wälde im Laufe seines Lebens erworben hat, findet eine neue Bestimmung.

Rainer Wälde lächelt zufrieden. „Meine Fantasie hat mir dabei geholfen, meine eigenen Träume wahr werden zu lassen. Jetzt helfe ich Unternehmern dabei, ihre Schöpferkraft zu nutzen, alle ungenutzten Potentiale zu entfalten und sich selbstbewusst im Markt zu positionieren. Das macht mich glücklich und erfüllt mich sehr.“

Das Interview mit Rainer Wälde führte Agnes Anna Jarosch (www.kundenmeer.de)