Vertrauen Sie Firmen oder Personen?

Hand aufs Herz: Bevor Sie sich für einen unbekannten Dienstleister entscheiden und ein neues Projekt in Auftrag geben, was machen Sie, um persönlich Sicherheit zu gewinnen? Sie prüfen persönlich, ob Sie dem Unternehmen vertrauen können und versuchen, alle relevanten Informationen zu sammeln: Wer steckt hinter dem künstlichen ABC-Firmennamen? Seit wann gibt es das Unternehmen? Wer ist Gründer oder Geschäftsführer? Wie kompetent und erfolgreich in ihrem Bereich? Welche Referenzen gibt es?

Wie viel einfacher fällt es da, die Entscheidung zu treffen, wenn Sie den Gründer persönlich kennenlernen, seine Geschichte aus erster Hand hören und seine Werte wahrnehmen!

Im Sommer habe ich Markus Wasserle kennengelernt, der in München erfolgreich eine Gebäudereinigung betreibt. Stolz berichtet er, wie er in einem Markt mit hunderten von Mitbewerbern seine Position gefunden habe. Er erzählt von seinen Referenzobjekten, wie sein Team die imposante Glasfassade des O2-Tower reinigt und warum er jährlich Ausbildungsmessen organisiert, um neue Fachkräfte für den Mittelstand zu gewinnen. Innerhalb weniger Minuten habe ich Vertrauen zu ihm aufgebaut und würde ihn beauftragen, wenn ich in München eine gewerbliche Immobilie hätte.

© O2, Fotografin: Fernanda Vilela

© O2, Fotografin: Fernanda Vilela

Dauerhafte Spuren bei Google legen

Nun kann Markus Wasserle in einer Millionen-Metropole nicht persönlich mit jedem potenziellen Kunden sprechen und sein Vertrauen gewinnen. Aber er nutzt die Kraft der sozialen Netzwerke. In seinem Blog erzählt er seine besten Geschichten und legt auch bei Google dauerhafte Spuren zu seinem Unternehmen. Jeder der in München eine Gebäudereinigung sucht, wird über kurz oder lang auf die Beiträge und Tipps von Markus Wasserle stoßen. Gleichzeitig stärkt er seinen guten Ruf und baut langfristige seine Reputation als Unternehmer auf.

Oft werde ich gefragt, wie häufig der Blog erscheinen sollte. Nach meiner Erfahrung ist das regelmäßige Erscheinen das wichtigste Erfolgskriterium. Genauso wie jeden Donnerstag der neue „Stern“ und am Samstag „Der Spiegel“ erscheint, sollte auch ein Blog jede Woche am selben Tag und zur gleichen Zeit publiziert werden. Natürlich reicht es auch, alle 14 Tage zu bloggen, allerdings prägt sich beim Kunden hier nicht so stark die Kontinuität ein. Zudem werden bei Google nur 26 „Spuren“ pro Jahr zum Unternehmen gelegt, bei einem wöchentlichen Turnus geht es doppelt so schnell.

Markus

Markus Wasserle

Kunden wollen Nutzen und keine plumpe Werbung

Wenn Sie Ihre Stimme in der digitalen Welt nutzen, sollten Sie dabei unbedingt die Regeln der analogen Welt leben: Nerven Sie Ihre Kunden nicht mit plumper Werbung. Wenn Sie Ihre Nachbarn im Treppenhaus treffen, werden Sie vermutlich auch nicht gleich ein Verkaufsgespräch starten. Das Gleiche gilt für Ihren Blog, Facebook und Co.: Verzichten Sie auf Werbebotschaften und platte Akquise-Nachrichten. Sie werden schneller geblockt oder abbestellt, als Sie neue Interessenten oder gar Kunden gewinnen können.

Bieten Sie Ihren Kunden einen persönlichen Nutzen. Überlegen Sie konkret, welchen Mehrwert Ihr Beitrag dem Kunden bietet. Meine Frau und ich verzichten seit vier Jahren auf teure Werbeprospekte und verschenken stattdessen vier Mal im Jahr den Coachingbrief „Authentisch leben“. Damit bleiben wir regelmäßig in Verbindung mit den Kunden, teilen die Themen, die uns am Herzen liegen und bleiben als Vertrauensperson im Gedächtnis haften.

 

Welche Themen sind für meine Zielgruppe relevant?

Mein persönlicher Tipp für den Start: Überlegen Sie vor dem Start in die digitale Welt, ob Sie genügend Themen haben, die ihre Zielgruppe wirklich interessieren. Als Journalist empfehle ich, für mindestens ein Jahr einen Redaktionsplan mit wöchentlichen Themen zu erstellen: Welche Fragen bewegen Ihre Kunden? Welche Geschichten möchten Sie als Unternehmer teilen? Was sind Ihre Werte, die Vertrauen aufbauen? Wie wollen Sie diese in kurzen Beiträgen glaubhaft erzählen?




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