Wie ein Fensterbauer mit Storytelling die Kunden an sich bindet

„Menschen lieben Geschichten“, betont Katrin Höfer und erzählt sie täglich auf Instagram und Co. Ihr Urgroßvater Fritz Glock hat den Tischlerbetrieb gegründet, ihr Vater fortgeführt, dann ihr Mann Sven und sie. In ihrer Branche gibt es viel zu erzählen, vor allem über die Projekte und die Mitarbeiter – beides lieben die Kunden.

Leidenschaftlich Geschichten erzählen

Katrin Höfer ist ein Multitalent: Gemeinsam mit ihrem Mann Sven leitet sie seit 20 Jahren den Familienbetrieb FritzGlock. Wie viele Frauen im Handwerk ist sie in der Planung involviert, führt Mitarbeitergespräche, kümmert sich um die Buchhaltung.

Doch ihre eigentliche Leidenschaft ist das Marketing und das Geschichtenerzählen: 1999 fing sie damit auf der ersten Webseite an und ist bis heute dran geblieben. Natürlich habe ich Katrin Höfer nach ihrer Motivation gefragt: Unverhohlen gibt sie zu, dass dahinter ihre „Urangst steckt, dass irgendwann keine Fenster mehr gekauft werden“.

Wenn ich mir ihre Webseite, den Blog und auch die sozialen Netzwerke ansehe, denke ich: Die Firma hat keinen Grund sich Sorgen zu machen. Das ist so professionell und gut. Hut ab, die Firma FritzGlock kann stolz sein, so eine agile Firmenchefin zu haben.

Aktiv die Kunden an das Unternehmen binden

Irgendwann war Katrin Höfer es leid, jedes Jahr zur Messe der Fensterbauer zu gehen: „Das ist die Passion meines Mannes, aber nicht meine.“ Stattdessen folgte sie der Einladung zu einem Design Kongress und fing Feuer.

Die Empfehlungen von damals lebt sie noch heute: „Die Texte sollten einfach sein, die Mitarbeiter müssen es verstehen!“ Folglich änderte sie die Texte und strich auch die englischen Fachbegriffe, die zuvor eine Agentur mit viel Aufwand entwickelt hatte. Statt hochtrabenden Fachworten wählt sie seitdem für ihre Artikel eine leicht verständliche Sprache.

Der zweite Tipp: „Fangen Sie mit den Menschen an und kommen dann zum Produkt!“ Gesagt, getan: Katrin Höfer postet intuitiv, was die Kunden und Mitarbeiter interessiert: Einblicke in die Werkstatt, leckere Fotos von regionalem Essen, Kurioses aus ihrem Alltag.

Ihr Instagram-Kanal scheint auf den ersten Blick wie Leipziger Allerlei und ist doch das Ergebnis von ständigem Dialog: „Gab es wieder Senfsosse?“ fragt ein Monteur nach seiner Rückkehr die Chefin und bringt damit eine weitere Leidenschaft auf den Punkt.

Storytelling im Marketing: Mit Liebe gemacht

Katrin Höfer lebt im realen Leben und in den sozialen Medien etwas, das bereits im „Hohen Lied der Liebe“ zu finden ist: „Ohne die Liebe wäre alles nur tönendes Erz.“ Aus diesem Grund macht sie mit Liebe zum Detail ihre Fotos und genauso liebevoll zwischendurch auch mal ein Frühstück für die 26 Mitarbeiter.

Diese Liebe wird spürbar: online und offline. Zudem sind die sozialen Netzwerke wichtig, damit sich die Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen identifizieren. Auf der Baustelle machen sie Fotos und schicken sie dann direkt per WhatsApp an die Chefin.

Natürlich sind sie neugierig, welche Aufnahmen Katrin Höfer auswählt und postet, welchen Text sie dazu schreibt? Schließlich entsteht auch ein Gefühl von Stolz, wenn ihre Arbeit öffentlich gewürdigt und wertgeschätzt wird. Von daher erzeugen die sozialen Netzwerke auch ein starkes Wir-Gefühl im Mitarbeiterteam.

Aus dem Traum wird ein Buch

„Unsere Tischlerei hat zwei Kriege überstanden, die Zeiten der DDR-Planwirtschaft als Privatbetrieb selbstbewusst gemeistert und eine wechselvolle Wendezeit miterlebt“, betont Katrin Höfer. Als Urenkelin des Gründers trifft sie selbstbewußt die Entscheidung, die Familiengeschichte zu veröffentlichen.

Ihr Traum: Ein eigenes Buch, in Leinen gebunden. Es ist ein langer Weg, bis dieser endlich Realität wird. Doch die umtriebige Unternehmerin hält durch, im März 2016 erscheint ihr Werk und ist 2017 bereits in die zweite Auflage gegangen.

„Wir haben keine Imagebroschüre“, betont Katrin Höfer, „stattdessen ein Buch“. Stolz übermittelt sie mir ein persönliches Exemplar: Bordeaurotes Leinen, dazu das Vorsatzpapier in frischem Frühlingsgrün. In ihren „Fenstergeschichten“ erzählt sie ungeschminkt von Ängsten und Enttäuschungen: „Ich will authentisch sein und durch meine ehrliche und bodenständige Art, die Kunden an das Unternehmen binden.“

Zum Schluß gibt mir Katrin Höfer noch ihren Leitspruch mit: „Gib alles und erwarte nichts“. Ich finde dieser Leitsatz passt sehr gut zur Wirtschaft des Teilens, der „Share Economy“. Die innovative Unternehmerin aus Hermsdorf ist für mich ein exzellentes Beispiel, wie dies auch im Handwerk gelingen kann.

Mein Best-Practice-Tipp:

Suchen Sie in Ihrem Unternehmen nach Geschichten, die emotional berühren. Nutzen Sie Kraft der sozialen Netzwerke, um diese Erlebnisse zu teilen.

Verwenden Sie für Instagram kleine Alltagsepisoden, kuriose Details oder Rituale im Unternehmen, um diese mit Ihrer Zielgruppe zu kommunizieren.

Haben Sie den Mut, auch offen über Ängste und Krisen zu schreiben. Die Tiefpunkte sind häufig eine emotionale Brücke zu potentiellen Kunden und Mitarbeiter, weil sie ihre eigene Geschichte widerspiegeln.

Information zum Datenschutz

Zum Schluß noch ein aktueller Hinweis zu meinen kostenlosen Blog-Beiträgen, die Sie per Mail erhalten: Ich nehme den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Deshalb habe ich meine Datenschutzrichtlinie aktualisiert. Ihre Daten werden gemäß der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU geschützt.

Die aktualisierte Datenschutzrichtlinie enthält detaillierte Erläuterungen über die Daten, die wir sammeln, wie wir diese Daten nutzen und warum wir Daten speichern. Zudem wie Sie die Aktualisierung, Berichtigung oder Löschung dieser Daten anfordern können. Die vollständige Datenschutzrichtlinie können Sie hier einsehen.

Ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen und Ihr Interesse in den letzten sechs Jahren. Gerne informiere ich Sie auch weiterhin über aktuelle Trends und innovative Unternehmer. Meine Blog-Beiträge können Sie jederzeit über einen Link am Ende der Nachricht abbestellen.

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